Business Conduct
Business Conduct beschreibt die Führung der Geschäfte eines Unternehmens, die das Verhalten des Unternehmens nach innen und außen charakterisieren und prägen.
Business Ethics
Business Ethics (Unternehmensethik) befasst sich mit der Frage, wie ethische und ökonomische Anforderungen gleichermaßen im operativen Geschäft wie in der langfristigen Strategie von wirtschaftlich arbeitenden Institutionen verankert werden können. Im Zuge der Umsetzung von Business Ethics bemühen sich Unternehmen, Ihre Geschäftspolitik, Unternehmensführung und Geschäftskultur so auszurichten und zu organisieren, dass ethisches Handeln und Verhalten sowohl im Unternehmen selbst als auch durch das Unternehmen in Wirtschaft und Gesellschaft nachhaltig gefördert wird.
Business Ethics Compliance
Business Ethics Compliance steht für die Einhaltung von Standards, Normen und Grundsätzen integrer, anständiger und verantwortungsbewusster Unternehmensführung. Dazu gehört nicht nur die Einhaltung von Gesetzen, Vorschriften und Regeln (Legal Compliance), sondern allem voran die konsequente Orientierung des Unternehmens und seiner Aktivitäten an Werten, Prinzipien und Normen einer modernen Geschäftsethik (Business Ethics). nach oben ...
Code of Conduct
Siehe Verhaltenskodex
Code of Ethics
Siehe Verhaltenskodex
Compliance
Compliance bedeutet im Unternehmens- und Organisationsbereich die Befolgung der Gesetze und regulatorischen Anforderungen, der Organisationsgrundsätze, interner Kodizes und Richtlinien, der Prinzipien einer guten Unternehmens- bzw. Organisationsführung (Good Governance) sowie allgemein akzeptierter ethischer Normen.
Compliance Audit
Ein Compliance Audit ist die Überprüfung der Funktionsfähigkeit des Business Conduct Compliance-Programms. Dieses Audit kann sowohl intern (z.B. durch die interne Revision) als auch extern (z.B. durch geeignete Beratungs- oder Wirtschaftsprüfungsgesellschaften) erfolgen.
Ein Compliance-Programm ist bereits vorhanden, d.h. die Implementierung ist abgeschlossen. Dies bedeutet nicht, dass bereits alle Compliance-Maßnahmen implementiert und umgesetzt sein müssen, die unter den Gesichtspunkten von Best-Practice und Angemessenheit für das Unternehmen/ die Organisation notwendig sind. Es bedeutet lediglich, dass der interne oder externe Auditor bzw. Audit-Team seine Aufgabe nach einem erfolgten Implementierungsprozess ausführt.
Compliance-Management
Compliance-Management ist die Sicherstellung der Compliance durch geeignete Maßnahmen. Ziel des Compliance-Managements ist es, die Einhaltung von Gesetzen und Unternehmens-/ Konzernrichtlinien sicherzustellen und zu fördern.
Compliance-Programme
Compliance-Programme beschreiben das Maßnahmenbündel im Rahmen des gesamthaften Compliance-Managements eines Unternehmens oder einer Organisation bezogen auf einzelne (rechtliche) Themengebiete.
Compliance Monitor
Der Compliance Monitor coacht die Unternehmensleitung, die internen Compliance-Verantwortlichen (Compliance-Beauftragter, Compliance Committee, etc.) und etwaige interne und externe Berater entlang von Best-Practice-Standards. Der unabhängige Compliance Monitor berichtet während der Entwicklung und Implementierung über die Fortschritte und den Status und erstellt einen Abschlussbericht nach erfolgter Einrichtung des Compliance-Managementsystems. Der Compliance Monitor fungiert ausdrücklich nicht als Berater oder Trainer, d.h. er trifft keine Entscheidungen hinsichtlich notwendiger Compliance-Maßnahmen oder gestaltet deren Implementierung und Umsetzung.
Compliance Monitoring
Compliance Monitoring ist eine prozessbegleitende Prüfung der Implementierung des Compliance-Programms durch einen externen, unabhängigen und objektiven Compliance Monitor.
Gegenstand des Compliance Monitorings ist grundsätzlich die Überprüfung, ob das Unternehmen/ die Organisation ein Business Conduct Compliance-Programm entwickelt und angemessen gestaltet, funktionsfähig implementiert sowie im Unternehmen umsetzt bzw. anwendet.
Compliance Program Monitoring
Das „Compliance Program Monitoring“ fokussiert die überwachende und steuernde Begleitung und Überprüfung (Monitoring) der Ausgestaltung, Implementierung, Umsetzung von Business Conduct Compliance-Programmen im Geschäftsalltag.
Corporate Culture
Die Corporate Culture (Unternehmenskultur) einer Organisation besteht aus der Gesamtheit von Normen, Wertvorstellungen, Denkhaltungen, Riten, Symbolen und Umgangsformen, welche die Verhaltensweisen der Organisationsmitglieder und somit das Erscheinungsbild einer Organisation prägen. Diese Verhaltensweisen haben sich in der Organisation so gut „eingebürgert“, dass sie neuen Mitgliedern als die unternehmensspezifisch geeignete Art des Denkens und Fühlens zur Lösung von Problemen vermittelt wurden und werden.
(Good) Corporate Governance
(Good) Corporate Governance beschreibt die (gute) verantwortungsvolle Unternehmensführung und –steuerung und umfasst alle gesetzlichen Regeln und anerkannten Standards sorgfältiger Unternehmensführung. nach oben ...
Integrität
Der Begriff „Integrität“ steht sowohl für Gesetzestreue und Unbestechlichkeit als auch für die Ausrichtung an ethischen Werten und Prinzipien. Persönliche Integrität bezeichnet die Übereinstimmung von Werten, Worten und Verhalten. Integrität meint nicht nur bloße „Compliance“ mit positivem Recht, sondern darüber hinaus eine persönliche Orientierung an ethisch-sozialen Werten auch im Arbeitskontext.
Integritätsmanagement
Beim Integritätsmanagement handelt es sich um die Einrichtung eines Werte- und Compliance-Managementsystems mit dem Ziel, die eigene Unternehmensintegrität zu steuern und zu stärken. Ein so ausgestaltetes ganzheitliches Integritätsmanagement fördert zum einen im Rahmen des Compliance-Managements die Einhaltung von Gesetzen und Unternehmens-/ Konzernrichtlinien und stärkt zum anderen im Rahmen des Wertemanagements die „prinzipiengeleitete“ Unternehmensführung, die den Mitarbeitern Orientierung für nicht klar geregelte Bereiche gibt und sie zu selbstständigem und verantwortlichem Handeln und Verhalten befähigt. nach oben ...
Risikomanagementsystem
Beim Risikomanagementsystem handelt es sich um die Einrichtung eines Früherkennungs- und Überwachungssystems für die bestandsgefährdende Entwicklung eines Unternehmens/einer Organisation. nach oben ...
Stakeholder
Stakeholder sind Anspruchs- und Interessensgruppen, die von den Aktivitäten des Unternehmens direkt oder indirekt betroffen sind oder selbst daran teilhaben und mitwirken. Im Allgemeinen wird zwischen internen (z.B. Mitarbeiter, Investoren) und externen Stakeholdern (z.B. Gesellschaft, Umwelt) unterschieden. nach oben ...
Third Party Due Diligence
Das detaillierte Prüfen vor Einschaltung von Agenten, Beratern, Handelsvertretern und Subunternehmern, die Geschäfte, insbesondere im Ausland, für die eigene Organisation entwickeln und/oder Lobbyarbeit vornehmen. Dabei ist auch die Einhaltung der Gesetze und Compliance-Programms sowie die Angemessenheit der Auswahl der einzelnen Geschäftspartner im Ausland zu beurteilen. nach oben ...
Verhaltenskodex
Ein Verhaltenskodex (auch Code of Conduct oder Code of Ethics genannt) legt die für das Unternehmen/die Organisation handlungsleitenden Werte in Bezug auf ihre wichtigsten Anspruchsgruppen fest. Ein Verhaltenskodex ist ein Dokument, das in schriftlicher Form Handlungsgrundsätze (Normen) beschreibt, die für die Angehörigen des Unternehmens/der Organisation verbindlich sein sollen. nach oben ...
Wertemanagement
Wertemanagement ist die Steuerung und Führung einer Organisation auf Basis handlungs- und entscheidungsleitender Werte durch Selbstverpflichtung und Selbstbindung. Damit soll den Mitarbeitern Orientierung für nicht klar geregelte Bereiche gegeben werden und sie zu selbstständigem und verantwortlichem Handeln und Verhalten befähigen.
WerteManagementSystemZfW
Das WerteManagementSystemZfW des Zentrum für Wirtschaftsethik gGmbH (ZfW) ist ein Leitfaden zur Schaffung einer werteorientierten Organisations- und Verhaltenssteuerung durch Selbstverpflichtung und Selbstbindung. Sein Ziel ist die umfassende Unternehmenssicherung in allen Managementbereichen durch den Aufbau und Erhalt einer auf Integrität und Leistung beruhenden Geschäftskultur zur Sicherung des nachhaltigen Unternehmenserfolgs. Speziell zugeschnitten auf deutsche und europäische Unternehmenskulturen ist das WMSZfW Grundlage für die Implementierung und Operationalisierung eines Werteprogramms in den Unternehmensalltag. nach oben ...